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28 Jul

Uk Tour Tagebuch – Tag 2

Aufgewacht auf einem harten Bett im Untergeschoss einer kleinen Bude in Chatham, stapfte ich die Treppen hoch und entdeckte Thomas auf der Couch, wie er gerade frühstückte. Ich gesellte mich hinzu und nach und nach tauchten Stevo, Sandro und Nina auf.

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Wir gingen nochmal unseren Plan für heute durch, der besagte: Essen gehen in einem indischen Tempel, da er von Thomas’ Freundin empfohlen wurde und danach ab zum Gunner’s Pub, in dem wir heute auftreten würden.
Also haben wir uns ein wenig die Zeit vertrieben, bis wir dann nachmittags losfuhren. Wir peilten den Tempel an, ahnten aber nicht, dass man rund um London mindestens 2 -3 Stunden Stau einplanen musste. So hingen wir mit fast platzender Blase im Stau rum und änderten unseren Zielort vom indischen Tempel direkt zum Gunner’s Pub.
Wir sahen nicht sehr viel von der Londoner Innenstadt, aber dennoch war dort eine große Menschenmasse unterwegs.
Wir erreichten unser Ziel und checkten erstmal die Lage. Andy Cavendish, der Promoter für diesen Abend, begrüßte uns und gab uns ein paar Bier aus. Ein sehr netter Kerl, der nicht viel Geld aus seinen Gigs zieht, sondern viel mehr die kleinen Bands unterstützen möchte, indem er ihnen die Möglichkeit gibt, vor ein paar Leuten aufzutreten.
Sein Plan für uns war, dass wir an zweiter Stelle spielen würden. Da die anderen Bands jedoch zu spät auftauchten, durften wir den Opener machen. Naja, gibt schlimmeres.

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Wir haben unsere halbe Stunde Set durchgeballert und haben durchaus positives Feedback vom Publikum erhalten.
Nach uns spielte ‘Rising without a Kingdom’. Mir wurde klar, wo wir uns hier befinden. Hier spielten englische Underground Bands. Diese Bands hatten es drauf. Sie waren Profis im Spielen ihrer Instrumente und im Zusammenspiel mit der Band. Das sollte man eigentlich von jeder Band erwarten, aber sie setzten auf jeden Fall noch einen drauf. Ich war begeistert und fragte mich, wie ich das ganze Geld aufbringen soll, dass ich für das Merchandise der ganzen Bands, die wir noch sehen würden, aufbringen soll.
‘Trevor’s Head’ starteten ihren Auftritt. Sie fegten mich weg. Selten habe ich so eine fette Undergroundband gesehen. Lag vielleicht auch daran, dass sie voll meinen Musikgeschmack trafen. Naja, bei der Band habe ich dann tatsächlich Geld für Merch liegen lassen.
Die ‘Inglorious Thundercunts’ waren an der Reihe. Eine Punkband im Misfits-Style mit einem Wechselspiel von männlichen und weiblichen Vocals. Sie waren ganz witzig, haben mir aber nicht meine Kinnlade runtergehauen, wie die beiden Vorgänger das taten. Der Sänger hat uns aber eine wichtige Lektion gelehrt: Das Wort ‘Thundercunt’ ist eine der schlimmsten Beleidigungen in Großbritannien überhaupt. Wir dachten uns nur: ‘Thundercunt? Donnerfotze? Wo ist das denn schlimm?’ Egal, auf jeden Fall ein Wort, dass ich in meine kommenden Ansagen einbauen konnte.
Gig vorüber, ab nach Chatham, nochn paar Bier kippen und pennen. Ein glorreicher Tag.

Tim

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